Unser Konzept


Im Jahr 2007 jährte sich der Todestag der Künstlerin Paula-Modersohn-Becker zum 100. Mal. In der Kunsthalle Bremen und dem Paula-Modersohn-Becker-Museum in der Böttcherstraße wurden viele ihrer Werke gezeigt.

Die Auseinandersetzung mit dieser großen Künstlerin fand auch an der Grundschule Erichshof statt. Im Kollegium entwickelte sich die Idee, die Schule nach ihrem Namen zu benennen. Die Elternschaft schloss sich diesem Wunsch an.



Warum dieser Name?

Der Name macht die Schule persönlicher und individueller, er gibt ihr ein bestimmtes Profil. Die Eigenständigkeit der Schule wird hervorgehoben und die Außenwirkung gesteigert, sodass die Unterscheidung von anderen Grundschulen differenzierter wird. Durch die Namensgebung wird die Identifizierung mit der Schule folglich gefördert.

Zurzeit trägt nur eine Schule den Namen der Malerin. Die Auseinandersetzung mit dieser Persönlichkeit, die eine bahnbrechende Künstlerin des beginnenden 20. Jahrhunderts mit einem riesigen Werk von 700 Gemälden und 1000 Zeichnungen war, kann in vielfältiger Weise im Unterricht erfolgen (nähere Ausführungen folgen im unteren Bereich des Konzeptes).

Vor allem der künstlerisch-ästhetische Bereich bildet einen Schwerpunkt im Leitmotiv unserer Grundschule. Hiervon zeugen die Teilnahme an Wettbewerben auf künstlerischem Gebiet:

  • Van Gogh-Malwettbewerb der Kunsthalle 2003 (1.und 2. Platz)
  • Partnerschulmalwettbewerb der Kunsthalle 2007 zur Ausstellung Paula in Paris, Partnerschule der Kunsthalle Bremen (Verleihung am 08.04.2008)
  • Teilnahme an kleineren Wettbewerben wie Feuerwehr-malwettbewerb
  • Im Bereich Deutsch: Lesung und Ausstellung im Paula-Modersohn-Becker-Museum in der Böttcherstraße, 2007.


Präsentation der Künstlerin in der Schule:

  • Bilderwände mit Schülerarbeiten zum Thema Stillleben nach Paula-Modersohn-Becker
  • Wandgestaltung mit dem Lebenslauf der Künstlerin: zur Person, Stationen ihres Lebens, Bilder und Fotos
  • Zum Lebenswerk: Kunstdrucke ihrer Werke wie Stillleben, Kinderbilder, Porträts, Landschaften
  • Zum Ortsbezug: Bremen, Worpswede, Paris, Mühlenkampgelände


Pädagogische Vorhaben:

  • Betrachten von Leben und Werk der Künstlerin gibt den Lehrkräften, den Schülerinnen und Schülern Einblick in die Vergangenheit des letzten Jahrhunderts.
  • künstlerische Gestaltungen zu Themenschwerpunkten (Stillleben, Landschaften, Blumen, Porträts, Kinderbilder, den jeweiligen Klassenstufen angepasst) 
  • Chance der Schule, den Kindern das Werk einer Malerin - die aus unserer Gegend stammt - nahe zu bringen, gerade in einer Zeit mit audio-visueller Überflutung. 
  • Auseinandersetzung mit der Veränderung der Rolle der Frau, denn Paula-Modersohn-Becker sollte Lehrerin werden, konnte die Ausbildung zur Künstlerin aber durchsetzen und übte ihre künstlerische Arbeit nach ihrer Heirat weiterhin aus.
  • Projektwoche zum Thema Paula-Modersohn-Becker einmal während der Grundschulzeit, mit einem Projekttag zum Geburtstag/Todestag der Künstlerin.


Besuche außerschulischer Lernorte:

  • Museumsbesuche in Bremen und Worpswede
  • Wanderungen durch Worpswede und Umgebung
  • Jugendherbergsaufenthalte in Worpswede
  • Schulausflüge nach Worpswede
  • Besuche des Mühlenkampgeländes in unmittelbarer Nähe der Schule, um die Stimmung am dortigen kleinen Mühlenkampsee und am Hombach im Frühjahr und Herbst einzufangen. Diese Stimmungen dann vergleichen mit Bildbetrachtungen von Landschaftsbildern der Künstlerin und übertragen in kleine Gedichte (Elfchen) oder Geschichten.